Archiv der Kategorie 'Bericht'

„zu weit weg von allem“

Lappat in Jürgenstorf
Innenministerium Vertreter Lappat in Jürgenstorf.

Ein Blumenladen, ein Hotel und ein Restaurant, so schaut es aus in Jürgenstorf — einem kleinen Dorf in der Nähe der Kleinstadt Stavenhagen. Dort ist es trist und weit ab vom Schuss, wie in vielen Ortschaften im Landkreis „Mecklenburgische Seenplatte“, in denen die meisten Menschen höchstens nur einmal auf der Durchreise Halt machen. In der Gemeinde mit etwas mehr als 1.000 Einwohner_innen leben momentan circa 200 Menschen in der Flüchtlingsunterkunft. Es ist die Letzte ihrer Art in MV, die nicht in der direkten Nähe einer großen Stadt liegt. Die Lebensbedingungen in diesem Heim sind menschenunwürdig. Der schlechte Zustand des Gebäudes, Kakerlaken und die Unfähigkeit der lokalen Behörden sind nur einige der Probleme, mit denen sich die Heimbewohner_innen täglich konfrontiert sehen. Die Lage der Unterkunft in einem Dorf, das nicht einmal über eine Einkaufsmöglichkeit verfügt, und das geringe Angebot an Sprachkursen fördern die Isolation und die Ausgrenzung der Flüchtlinge. (mehr…)

Fragwürdiges Engagement: Neonazi auf Warnemünder Woche

Michael Fischer Neonazi Rostock

Die vom 02. bis zum 10. Juli 2011 stattfindende Warnemünder Woche bietet u.a. eine bundesweit bekannte Segelregatta . Auf der von NDR 1 Radio MV betriebenen Bühne findet allabendlich ein buntes Rahmenprogramm statt. Zuständig für die Sicherheit der Bühne am Leuchtturm ist die Firma Exsiro. Der Rostocker Nazikader Michael Fischer ist einer der Mitarbeiter, die die Bühne bewachen. (mehr…)

Teterow, eine Stadt versinkt in Symbolpolitik?

Autonome Nationalisten Teterow 5 März 2011

Wenn die Nazis aufmarschieren, dann sollte es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dagegen vorzugehen und zu protestieren. Die Wege, die dabei gewählt werden, können ganz unterschiedlich sein. Alarmierend ist das in letzter Zeit immer häufiger zu beobachtende  Vorgehen der Zivilgesellschaft – wie beispielsweise am vergangenen Samstag in Teterow. Kündigte man ursprünglich noch an, eine zeitgleiche Gegendemonstration zum Naziaufmarsch durchführen zu wollen, wählte man letztendlich doch einen anderen Weg. (mehr…)

DD 2011 – Ein Blick auf Nazis aus M-V

dresden2011

Wie schon 2010 fand auch der diesjährige „Trauermarsch“ der Nazis ein desaströses Ende. Zahlreiche Blockaden, entschlossene antifaschistische Intervention und nicht zuletzt die mangelnde Koordination von Polizei und Nazis ließ das geplante Nazigroßevent, anlässlich der Bombardierung Dresdens, zum Trauerspiel werden. Die neugewählte Taktik der Nazis an mehreren Orten im Dresdner Stadtgebiet gleichzeitig aufzumarschieren brachte nicht den erhofften Erfolg, sondern endete in Polizeikesseln und einer baldigen Heimfahrt, sofern dies den Nazis noch möglich war. (mehr…)

Bericht zur Gedenkdemonstration des Bündnisses „Schon Vergessen?“ in Greifswald


Am 25. November 2000 ermordeten Neonazis den obdachlosen Eckard Rütz an der Greifswalder Mensa. Bereits am Donnerstag, dem 10. Todestage Rütz‘, versammelten sich rund 80 Personen an dem Gedenkstein neben der Mensa zu einer Gedenkkundgebung des antifaschistischen Bündnisses „Schon Vergessen“, das seit 2007 für eine aktive und kritische Gedenkkutur in Greifswald eintritt.
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„Verfestigung und Vernetzung“

Nach dem gescheiterten Versuch eines Rostocker Blockadebündnisses die NPD Demonstration, anlässlich des ersten Mais, an ihrem Startpunkt zu blockieren und zum Abbruch ihres Vorhabens zu bewegen, marschierten die Nazis weitaus ungestörter auf einer alternativen Route durch den Stadtteil Groß Klein. Neben fehlendem antifaschistischen Engagement, können die Nazis auf ihrer Erfolgsskala eine hohe Teilnahme lokaler und überregional bekannter Neonazis verbuchen. So hatte auch der Göttinger Neonazi Dennis Franke, an der Spitze der Demonstration, ein erneutes Gastspiel in der Hansestadt. (mehr…)

Kein langes Fackeln in Demmin

Am 8. Mai 2010 marschierten ca. 200 Neonazis der NPD und mit ihnen sympathisierender Kameradschaften in einem ursprünglich als nächtlichen Fackelmarsch geplanten Trauerumzug durch die Kreisstadt Demmin. Wie schon im vergangenen Jahr und auch bei ähnlichen Inszenierungen wie etwa vor zwei Monaten in Sassnitz, geht es ihnen dabei um die Pflege eines liebgewonnenen Mythos und die Umdeutung der Geschichte. Eine Nachbetrachtung.
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