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Kundgebung: „Kein Vergessen, kein Vergeben – In Gedenken an die 182 Todesopfer rechter Gewalt“

Sieben Jahre sind seit dem Mord an dem damals 25-jährigen Yunus Turgut in Rostock Toitenwinkel vergangen. Dass es sich dabei um eine Tat des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) – einer rechtsterroristischen Gruppierung – handelte, kam erst kürzlich ans Licht. Sowohl von medialer als auch von staatlicher Seite zeigt man sich schockiert von der bislang einmaligen neonazistischen Mordserie. Jedoch sind die Morde der NSU nicht die ersten und einzigen rechten Taten solcher Art. So starben seit der Wende 182 Menschen durch die Hand von Neonazis. Neben MigrantInnen und politisch Andersdenkenden traf es unter anderem auch Obdachlose und Homosexuelle – somit all jene, die nicht in das Weltbild der Neonazis passen und ihnen als „unwertes Leben“ erscheinen.
Die Taten der NSU vollendeten in konsequenter Art und Weise die menschenverachtende Propaganda von RechtspopulistInnen und NPD, die auch massiv bei der herbei gedachten Mitte der Gesellschaft Anklang findet. Sie zeigen wie wichtig es ist, bereits bei rassistischen und antisemitischen Äußerungen einzuschreiten.
Aus Anlass des Mordes an Yunus Turgut wollen wir in Rostock allen Opfern rechter Gewalt gedenken. Kommt dazu zur Kundgebung am Freitag, den 25.11.2011, um 16 Uhr zum Doberaner Platz (Rostock/KTV).

 Kein Vergessen, kein Vergeben! Für ein aktives Gedenken!

Zieht euch warm an!


Am 10.12.2011 findet in Greifswald eine Antifa-Demo statt, die auf Nazigewalt in der Universitäts- und Hansestadt aufmerksam zu machen. So gab es Brandanschläge auf zwei alternative Wohnprojekte und einen bewaffneten Überfall auf einen Jugendlichen, der anschließend auf der Intensivstation behandelt werden musste. Wir haben keine Lust mehr tatenlos zuzusehen.
Kommt alle am 10. Dezember 2011 nach Greifswald. Lasst uns den Nazis einen unvergesslichen Tag bereiten und offensiv für linke Freiräume eintreten. Greifswald ist und bleibt antifaschistisch!

Null Toleranz für Nazis – Fight Back!
Greifswald | Südbahnhof | 10.12.2011 | 13 Uhr

Zur Kritik der sogenannten >>Extremismustheorie< <

Am 25.10. findet um 20 Uhr im Bildungskeller in Rostock eineDiskussionsveranstaltung mit dem Historiker Wolfgang Wippermann statt. Hierbei soll sich kritisch mit der so genannten „Extremismustheorie“ auseinander gesetzt werden, die von Extremistenjägern als politischer Kampfbegriff verwendet wird um Neonazis und antifaschistischen Widerstand gegen eben jene gleichzusetzen.
„Extremismus ist eine Legende, die mit einem »Politologentrug« bewiesen werden soll. Hierbei handelt es sich um einen in der Wissenschaftsgeschichte fast einmaligen Vorgang. Es muss weit zurückgreifen, wer etwas Ähnliches finden will. (…)“ (Wolfgang Wippermann)

Stop It!

Anfang letzter Woche veröffentlichten die Heimbewohner_innen der Gemeinschaftsunterkunft in Jürgensdorf einen offenen Brief um auf ihre unhaltbaren Lebensbedingen hinzuweisen und eine Schließung des Flüchtlingsheims zu fordern.
Diesen Freitag wird es nun eine Begehung des Hauses durch Vertreter_innen des Innenministeriums, der Ausländerbehörde Demmin und andere Verantwortliche geben. Die „Stop It!“-Kampagne ruft nun zu einer Kundgebung in Jürgensdorf auf, um mit den Bewohner_innen die sofortige Schließung des Heimes zu fordern und einer grundlegenden
Kritik an der Zwangsunterbringung in Lagern, sowie der rassistischen Sondergesetzgebung Ausdruck zu verleihen.

Kommt zur Kundgebung am 7.10. um 10 Uhr in Jürgensdorf vor dem Flüchtlingsheim.

Keinen Tag länger – Nazis raus aus den Parlamenten

5 Jahre ist es her, dass die neuen Nazis mit 7,3 % der Stimmen in den Landtag einzogen. Seit dem ist kaum ein Tag vergangen, an dem die 6 Abgeordneten der NPD und ihre Schar an Fraktions-Helfern, Schlägern und Handlangern nicht durch einen Eklat, durch irgendeinen dreisten Skandal, eine überflüssige Bemerkung oder eine menschenverachtende Beleidigung aufgefallen wären. Von Bedrohung über Einschüchterung, von Geschichtsrevisionismus bis Volksverhetzung reicht die Palette an dem, was der Öffentlichkeit als „parlamentarische Arbeit“ der NPD-Landtagsfraktion verkauft werden soll.
Diese grauenhafte Freakshow, die den Nazis als essentielle Einnahmequelle, willkommene Propagandabühne und Funktionärsschule dient, soll – wenn es nach ihnen geht – mit der Landtagswahl am 04. September in die nächste Runde gehen. Weitere fünf Jahre NS-Verherrlichung im Schweriner Schloss? Noch eine Legislaturperiode lang rassistische Pöbeleien im Schutze der Abgeordneten-Immunität?
Ohne uns, denn das Maß ist schon lange voll! Mit einer kraftvollen antifaschistischen Demonstration werden wir dafür sorgen, dass am Vorabend der Wahl keine falsche Ruhe aufkommt. Gemeinsam werden wir in der tristen Beamtenstadt antifaschistische Akzente setzen. Keine Stimme den Nazis, keinen Kaffee und keinen Kuchen für Wahlkämpfer!

Antifa-Demo am 03. September 2011 in Schwerin // Hauptbahnhof, 12 Uhr