Archiv für Oktober 2011

Zur Kritik der sogenannten >>Extremismustheorie< <

Am 25.10. findet um 20 Uhr im Bildungskeller in Rostock eineDiskussionsveranstaltung mit dem Historiker Wolfgang Wippermann statt. Hierbei soll sich kritisch mit der so genannten „Extremismustheorie“ auseinander gesetzt werden, die von Extremistenjägern als politischer Kampfbegriff verwendet wird um Neonazis und antifaschistischen Widerstand gegen eben jene gleichzusetzen.
„Extremismus ist eine Legende, die mit einem »Politologentrug« bewiesen werden soll. Hierbei handelt es sich um einen in der Wissenschaftsgeschichte fast einmaligen Vorgang. Es muss weit zurückgreifen, wer etwas Ähnliches finden will. (…)“ (Wolfgang Wippermann)

„zu weit weg von allem“

Lappat in Jürgenstorf
Innenministerium Vertreter Lappat in Jürgenstorf.

Ein Blumenladen, ein Hotel und ein Restaurant, so schaut es aus in Jürgenstorf — einem kleinen Dorf in der Nähe der Kleinstadt Stavenhagen. Dort ist es trist und weit ab vom Schuss, wie in vielen Ortschaften im Landkreis „Mecklenburgische Seenplatte“, in denen die meisten Menschen höchstens nur einmal auf der Durchreise Halt machen. In der Gemeinde mit etwas mehr als 1.000 Einwohner_innen leben momentan circa 200 Menschen in der Flüchtlingsunterkunft. Es ist die Letzte ihrer Art in MV, die nicht in der direkten Nähe einer großen Stadt liegt. Die Lebensbedingungen in diesem Heim sind menschenunwürdig. Der schlechte Zustand des Gebäudes, Kakerlaken und die Unfähigkeit der lokalen Behörden sind nur einige der Probleme, mit denen sich die Heimbewohner_innen täglich konfrontiert sehen. Die Lage der Unterkunft in einem Dorf, das nicht einmal über eine Einkaufsmöglichkeit verfügt, und das geringe Angebot an Sprachkursen fördern die Isolation und die Ausgrenzung der Flüchtlinge. (mehr…)

Stop It!

Anfang letzter Woche veröffentlichten die Heimbewohner_innen der Gemeinschaftsunterkunft in Jürgensdorf einen offenen Brief um auf ihre unhaltbaren Lebensbedingen hinzuweisen und eine Schließung des Flüchtlingsheims zu fordern.
Diesen Freitag wird es nun eine Begehung des Hauses durch Vertreter_innen des Innenministeriums, der Ausländerbehörde Demmin und andere Verantwortliche geben. Die „Stop It!“-Kampagne ruft nun zu einer Kundgebung in Jürgensdorf auf, um mit den Bewohner_innen die sofortige Schließung des Heimes zu fordern und einer grundlegenden
Kritik an der Zwangsunterbringung in Lagern, sowie der rassistischen Sondergesetzgebung Ausdruck zu verleihen.

Kommt zur Kundgebung am 7.10. um 10 Uhr in Jürgensdorf vor dem Flüchtlingsheim.