Das Viertel ist sich einig…

In der Nacht vom 22. zum 23. 01.2012 fand ein Anschlag auf das alternative Hausprojekt in der Niklotstraße 5/6 (KTV) statt. Die Täter verschütteten vor den Hauseingängen der Projekthäuser und vor dem Eingang des Cafes “Median” Buttersäure. Es ist offensichtlich, dass dieser Anschlag durch Neonazis verübt worden ist. Bereits zahlreiche Anfragen des NPD-Abgeordneten David Petereit in der Rostocker Bürgerschaft sowie diverse Hetzartikel auf einschlägigen Internetseiten zeigen das herausstechende Interesse der Neonazis für das Hausprojekt.

Wir werden den Anschlag auf unseren Freiraum nicht unbeantwortet lassen. Wir werden neonazistische Gewalt niemals ignorieren oder sogar akzeptieren. Die Rostocker Innenstadt ist den Nazis schon lange ein Dorn im Auge, denn hier konnten sie noch nie Fuss fassen. Der alternative Charakter Rostocks ist auch das Ergebnis eines jahrzehntelangen Kampfes um alternative Freiräume. Diese müssen immer wieder neu erkämpft und verteidigt werden! Wir lassen sie uns von Nazis nicht kaputt machen! Dass Neonazis hier keinen Platz haben, zeigten bereits die vielfältigen, breiten und erfolgreichen Proteste gegen den ehemaligen Naziladen „East Coast Corner“ in der Doberaner Straße.

Beteiligt euch an der Demonstration und solidarisiert euch mit allen Betroffenen rechter Gewalt. Zeigen wir den Neonazis und ihren SympathisantInnen, dass das Viertel sich einig ist und keine rechte Gewalt oder Strukturen duldet!

Treffpunkt: 25.01.2012, 18 Uhr, Universitätsplatz, Rostock!

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Der Tod ist ein Meister aus Deutschland

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Kundgebung: „Kein Vergessen, kein Vergeben – In Gedenken an die 182 Todesopfer rechter Gewalt“

Sieben Jahre sind seit dem Mord an dem damals 25-jährigen Yunus Turgut in Rostock Toitenwinkel vergangen. Dass es sich dabei um eine Tat des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) – einer rechtsterroristischen Gruppierung – handelte, kam erst kürzlich ans Licht. Sowohl von medialer als auch von staatlicher Seite zeigt man sich schockiert von der bislang einmaligen neonazistischen Mordserie. Jedoch sind die Morde der NSU nicht die ersten und einzigen rechten Taten solcher Art. So starben seit der Wende 182 Menschen durch die Hand von Neonazis. Neben MigrantInnen und politisch Andersdenkenden traf es unter anderem auch Obdachlose und Homosexuelle – somit all jene, die nicht in das Weltbild der Neonazis passen und ihnen als „unwertes Leben“ erscheinen.
Die Taten der NSU vollendeten in konsequenter Art und Weise die menschenverachtende Propaganda von RechtspopulistInnen und NPD, die auch massiv bei der herbei gedachten Mitte der Gesellschaft Anklang findet. Sie zeigen wie wichtig es ist, bereits bei rassistischen und antisemitischen Äußerungen einzuschreiten.
Aus Anlass des Mordes an Yunus Turgut wollen wir in Rostock allen Opfern rechter Gewalt gedenken. Kommt dazu zur Kundgebung am Freitag, den 25.11.2011, um 16 Uhr zum Doberaner Platz (Rostock/KTV).

 Kein Vergessen, kein Vergeben! Für ein aktives Gedenken!

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Zieht euch warm an!


Am 10.12.2011 findet in Greifswald eine Antifa-Demo statt, die auf Nazigewalt in der Universitäts- und Hansestadt aufmerksam zu machen. So gab es Brandanschläge auf zwei alternative Wohnprojekte und einen bewaffneten Überfall auf einen Jugendlichen, der anschließend auf der Intensivstation behandelt werden musste. Wir haben keine Lust mehr tatenlos zuzusehen.
Kommt alle am 10. Dezember 2011 nach Greifswald. Lasst uns den Nazis einen unvergesslichen Tag bereiten und offensiv für linke Freiräume eintreten. Greifswald ist und bleibt antifaschistisch!

Null Toleranz für Nazis – Fight Back!
Greifswald | Südbahnhof | 10.12.2011 | 13 Uhr

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Zur Kritik der sogenannten >>Extremismustheorie< <

Am 25.10. findet um 20 Uhr im Bildungskeller in Rostock eineDiskussionsveranstaltung mit dem Historiker Wolfgang Wippermann statt. Hierbei soll sich kritisch mit der so genannten „Extremismustheorie“ auseinander gesetzt werden, die von Extremistenjägern als politischer Kampfbegriff verwendet wird um Neonazis und antifaschistischen Widerstand gegen eben jene gleichzusetzen.
„Extremismus ist eine Legende, die mit einem »Politologentrug« bewiesen werden soll. Hierbei handelt es sich um einen in der Wissenschaftsgeschichte fast einmaligen Vorgang. Es muss weit zurückgreifen, wer etwas Ähnliches finden will. (…)“ (Wolfgang Wippermann)

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„zu weit weg von allem“

Lappat in Jürgenstorf
Innenministerium Vertreter Lappat in Jürgenstorf.

Ein Blumenladen, ein Hotel und ein Restaurant, so schaut es aus in Jürgenstorf — einem kleinen Dorf in der Nähe der Kleinstadt Stavenhagen. Dort ist es trist und weit ab vom Schuss, wie in vielen Ortschaften im Landkreis „Mecklenburgische Seenplatte“, in denen die meisten Menschen höchstens nur einmal auf der Durchreise Halt machen. In der Gemeinde mit etwas mehr als 1.000 Einwohner_innen leben momentan circa 200 Menschen in der Flüchtlingsunterkunft. Es ist die Letzte ihrer Art in MV, die nicht in der direkten Nähe einer großen Stadt liegt. Die Lebensbedingungen in diesem Heim sind menschenunwürdig. Der schlechte Zustand des Gebäudes, Kakerlaken und die Unfähigkeit der lokalen Behörden sind nur einige der Probleme, mit denen sich die Heimbewohner_innen täglich konfrontiert sehen. Die Lage der Unterkunft in einem Dorf, das nicht einmal über eine Einkaufsmöglichkeit verfügt, und das geringe Angebot an Sprachkursen fördern die Isolation und die Ausgrenzung der Flüchtlinge. (mehr…)

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Stop It!

Anfang letzter Woche veröffentlichten die Heimbewohner_innen der Gemeinschaftsunterkunft in Jürgensdorf einen offenen Brief um auf ihre unhaltbaren Lebensbedingen hinzuweisen und eine Schließung des Flüchtlingsheims zu fordern.
Diesen Freitag wird es nun eine Begehung des Hauses durch Vertreter_innen des Innenministeriums, der Ausländerbehörde Demmin und andere Verantwortliche geben. Die „Stop It!“-Kampagne ruft nun zu einer Kundgebung in Jürgensdorf auf, um mit den Bewohner_innen die sofortige Schließung des Heimes zu fordern und einer grundlegenden
Kritik an der Zwangsunterbringung in Lagern, sowie der rassistischen Sondergesetzgebung Ausdruck zu verleihen.

Kommt zur Kundgebung am 7.10. um 10 Uhr in Jürgensdorf vor dem Flüchtlingsheim.

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